Robert Oltay

2000 Bootsflüchtlinge sorgen für Unmut auf Sizilien
4. Mai 2014, 15:48
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Seit Jahresbeginn haben insgesamt 22.000 Migranten und Flüchtlinge Italien auf dem Meeresweg erreicht
Palermo/Rom – Über tausend Menschen wurden in den vergangenen Tagen im Rahmen der Aktion „Mare Nostrum“ des italienischen Militärs und der Marine vor den Inseln Sizilien und Lampedusa aus Booten gerettet. Zusammen mit rund tausend weiteren Syrern, Ägyptern, Eritreern, Äthiopiern und Nigerianern, die man schon vor ihnen geborgen hat, wurden sie nach Sizilien gebracht – wo wegen überfüllter Aufnahmekapazitäten der Unmut wächst.
Zwar würden etwa Tunesier und Ägypter sofort abgeschoben, berichtet Judith Gleitze von der NGO Borderline Europe. Andere, etwa Flüchtlinge aus Syrien, versuchten, die Insel Richtung Norden zu verlassen und wanderten dabei durch Städte und Dörfer. Seit Jahresbeginn haben insgesamt 22.000 Migranten und Flüchtlinge Italien auf dem Meeresweg erreicht, Italiens Regierung und das UN-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR fordern dringend gesamteuropäische Lösungen. (bri, DER STANDARD, 5.5.2014)

Jetzt im August wird die Zahl der Flüchtlinge auf 100.000 geschätzt ….
Robert Oltay, Linz 16.8.2014

 

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LAmPedusa-Bildstörung, 2012, Leinwand, freie Pigmente & Binder, 160 x 200 cm

LAmPedusa möchte auf das Massenfluchtphänomen zwischen den Erdteilen aufmerksam machen. Täglich spielen sich menschliche Tragödien auf den Flüchtlingsbooten ab. Einsamkeit, Isolation und Heimatsuche ….

LAmPedusa koppelt die jetzige Situation mit einem Werk Théodore Géricaults: „Das Floß der Medusa“, 1819.
Ein Werk, dass sich auf eine Schiffskatastrophe mit tragischem Ausgang bezieht: von den 148 Menschen auf dem Floß überlebten lediglich 15.
Bildstörung bezieht sich einerseits auf die vertikalen Linien, andererseits drückt es aus, dass wir diese von den Medien übertragenen Bilder nicht mehr sehen wollen – sie stören unser zurechtgezimmertes Paradies einer Zivilisation.
Die Arbeit ist eine Mischung aus dem damaligen Ereignis und dem Auffischen heutiger Bootsflüchtlingen vor den Küsten der Insel Lampedusa.

Thematisiert wird die Einsamkeit eingebettet in die Symptomatik der Globalität unserer Welt – eine Herbergsuche in einem neuen Kontext.

Lampedusa beinhaltet sämtliche Buchstaben von Medusa.
LAmPedusa-Bildstörung, 2012, Leinwand, freie Pigmente & Binder, 160 x 200 cm

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Foto: © Robert Oltay

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